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Was ist Physik?
Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Andere Naturwissenschaften lassen sich durch Beschreibung der untersuchten Phänomene definieren. So befaßt sich z.B. die Chemie mit Molekülen und ihren Umwandlungen - einem sehr reichhaltigen Gebiet. Auch die Physik befaßt sich unter anderem mit Molekülen - es gibt den Zweig der Molekülphysik - aber das Interesse liegt weniger bei der Beschreibung und Erklärung der komplexen Vorgänge während einer speziellen Reaktion als bei der Untersuchung vergleichsweise einfacher Modellsysteme. Natürlich ist der Übergang fließend, aber man kann grob vereinfachend sagen, daß die Physik nach allgemeinen Gesetzen sucht. Alle Phänomene der unbelebten Natur (und manche der belebten) werden untersucht, unter Betonung prinzipieller Aspekte und Zusammenhänge. Modellhafte Erklärungen spielen eine große Rolle, und so erklärt sich das große Gewicht, das Theorie und mathematische Methoden in der Physik haben.

Welche Fähigkeiten sollte man für ein Physik-Studium mitbringen?

Ein Studium der Physik erfordert zunächst einmal Lust und Interesse an den Zusammenhängen in der Natur. Schließlich sollen Studium und Beruf auch ein bißchen Spaß machen. Klares, logisches Denkvermögen und die Fähigkeit, umfangreiche und komplizierte Probleme mit Ausdauer zu analysieren, sind unbedingt notwendige Eigenschaften. Rechnen muß man können. Spaß an der Mathematik ist besonders wichtig, wenn man sich theoretisch orientieren will; wenn das Interesse bei experimentellen oder angewandten Problemen liegt, sollte man technisches Geschick mitbringen.



Berufsfelder und Arbeitsmarkt für Physiker
In unserem Fachbereich können Sie die Abschlüsse "Diplom-Physiker(in)" und "Diplom-Physikingenieur(in)" sowie die Befähigung zur Erteilung von Physikunterricht an Schulen der Sekundarstufe I und/oder II erwerben.

Betrachten wir zunächst das Berufsbild des Diplom-Physikers, der den traditionellen Diplom-Studiengang durchlaufen hat.

Etwa die Hälfte der (Diplom)-Physikerinnen und -Physiker in der Bundesrepublik Deutschland arbeiten in Industrie und Wirtschaft, vorwiegend in Forschung und Entwicklung, aber auch in Produktion, Vertrieb, Qualitätskontrolle. Dieser Anteil wächst ständig weiter. Die Stellen finden sich in den verschiedensten Branchen: in Nachrichtentechnik, Elektroindustrie und Datenverarbeitung, in der chemischen, optischen, metallverarbeitenden Industrie.

Etwa ein Drittel der Physiker und Physikerinnen arbeiten an Hochschulen oder Forschungszentren und in Behörden.

Schließlich sind sie durch ihre sehr vielseitige Ausbildung auch für die Übernahme von Aufgaben in physikfernen Bereichen, z.B. in Management und öffentlicher Verwaltung, qualifiziert.

Wenden wir uns jetzt dem Berufsbild des Physikingenieurs zu. (Diplom-) Physikingenieure und -ingenieurinnen arbeiten fast ausschließlich in Industrie und Wirtschaft. Zu ihren Aufgaben gehört vornehmlich die ingenieurmäßige Umsetzung physikalischer Erkenntnisse in moderne Geräte, neue Verfahren und Meßmethoden. Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte für die Kopplung der Systeme Sensor-Elektronik-Computer.

Unsere Absolventinnen und Absolventen sind überwiegend mit folgenden Aufgaben befaßt:
  • Planung, Ausführung und Auswertung von Versuchen,
  • Entwicklung neuer Meß- und Prüfverfahren, Sensoren und Meßgeräte,
  • Vertrieb, Projektierung, Inbetriebnahme und Wartung von Geräten und Großanlagen,
  • Entwicklung und Erprobung von Verfahren der Qualitätssicherung,
  • Überwachung von Produktionsabläufen,
  • Regelung und Automation von Meß und Produktionsverfahren.

Überschneidungen ergeben sich einerseits zum Berufsfeld des Diplom-Physikers, andererseits zum Berufsfeld des Diplom-Ingenieurs der Elektrotechnik.

Die Berufschancen von Diplom-Physikingenieuren und -ingenieurinnen sind nach wie vor ausgezeichnet. Sehr wichtig für einen reibungslosen Übergang in den Beruf ist allerdings ein zügiges Studium. Berufsanfänger über dreißig haben es nicht so leicht.

Kann man es wagen, Physik für das Lehramt zu studieren?

Unbedingt! Es kann nicht genug - gute! - Physiklehrer und -lehrerinnen geben! Wenn Sie sich berufen fühlen, Kinder und Jugendliche in die Physik einzuführen (eine schöne und lohnende Aufgabe), fangen Sie mit dem Lehramtsstudium an! Sollte sich später zeigen, daß es mit den Berufsaussichten nicht so gut bestellt ist, gibt es mehrere Auffangnetze. Es hat sich gezeigt, daß gute Physiklehrerinnen und -lehrer - insbesondere wenn sie für das Lehramt an Gymnasien ausgebildet sind - große Chancen haben, auch in der Wirtschaft eine angemessene Stelle zu finden. Diese Situation ist in der Physik tatsächlich günstiger als in anderen Fächern. Auch können Sie im Laufe des Studiums mit vertretbarem Aufwand und ohne großen Zeitverlust in einen der Diplomstudiengänge wechseln.

Wie sind die Berufschancen von Frauen?

Es ist ein leider immer noch weit verbreitetes Vorurteil - zumindest bei Außenstehenden, nicht aber bei den Physikern und Physikerinnen selbst - daß Physik eine Wissenschaft "nur" für Männer - ist. Die Tatsache, daß es - noch - zu wenig Frauen in der Physik gibt, zeigt, daß dieses Vorurteil bis heute nicht völlig beseitigt ist. Allerdings wird die Zahl der Frauen in der Physik - auch in der Professorenschaft - immer grrößer, und das ist auch gut so! Insbesondere haben Frauen in einem Physikfachbereich keinerlei Diskriminierung zu befürchten; wie ihre männlichen Kollegen finden sie attraktive Arbeitsplätze in ihrem Beruf.



Studium der Physik
Ausführlichere Details können Sie in unserer Studien- und Prüfungsordnung nachlesen. Hier wollen wir Ihnen nur einige Hinweise geben.

Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzung ist ein Zeugnis der Hochschulreife (allgemeine oder einschlägige fachgebundene Hochschulreife) oder ein Zeugnis der Fachhochschulreife.

Es gibt ian der Universität Duisburg-Essen keinerlei zahlenmäßige oder sonstige Einschränkungen für Physikanfänger. Wenn Sie den entsprechenden Schulabschluß haben, können Sie sich im Studentensekretariat direkt einschreiben.

Brückenkurse

Vor Beginn des Wintersemesters bieten die Fachbereiche Physik und Mathematik zwei parallel laufende, aufeinander abgestimmte Brückenkurse Physik und Mathematik von fünf Wochen Dauer an. Die Teilnahme an diesen Brückenkursen wird allen Studienanfängern der Physik dringend empfohlen.

Darüber hinaus wird semesterbegleitend ein Englisch-Brückenkurs speziell für Physikstudenten angeboten.

Der Besuch aller drei Brückenkurse ist Pflicht für Studenten und Studentinnen mit Fachhochschulreife, die den Abschluß "Diplom-Physiker(in)" anstreben.

Diplomstudiengänge

Grundstudium

Die Physikausbildung gliedert sich in Grund- und Hauptstudium. Das Grundstudium (1. bis 4. Studiensemester) umfaßt einführende Vorlesungen, Übungen und Praktika in Grundlagen der Physik, in Mathematik, in Grundlagen der Meßtechnik (im DI-Studium) bzw. Theoretischer Physik (im DII-Studium) und in einem Wahlpflichtfach.

Eine gründliche Mathematikausbildung ist wesentlicher Bestandteil des Physikstudiums. Die an der Universität Duisburg-Essen angebotenen Lehrveranstaltungen orientieren sich eng an den speziellen Bedürfnissen des Faches Physik und betonen die Anwendung mathematischer Methoden auf physikalische Probleme. Im 2. Studienjahr differenziert sich die Mathematikausbildung: Während Sie im DI-Studiengang eine Programmiersprache lernen, die Sie auch gleich bei der Behandlung numerischer Lösungsverfahren anwenden können, werden im DII-Studiengang spezielle Gebiete der Mathematik wie Funktionentheorie oder Funktionalanalysis behandelt.

Als Wahlpflichtfächer werden empfohlen die Kurse: "Allgemeine Chemie für Physiker" sowie "Informatik" (für DII-Studenten) bzw. "Elektronik für Physikingenieure" (für DI-Studenten).

Das Grundstudium wird mit der Diplom-Vorprüfung I bzw. II in den im ersten Absatz genannten vier Fächern abgeschlossen.

Praxissemester DI

Im DI-Studium schließt sich an das Vordiplom das "Praxissemester" an, eine einsemestrige Tätigkeit in einem Industriebetrieb oder einem Forschungszentrum. Die Praktikanten werden an ingenieurmäßiges Arbeiten herangeführt und sollen die im Grundstudium erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten zur Lösung aktueller technischer Aufgaben einsetzen. Sie erfahren dabei konkret die Berufspraxis und erhalten Anregungen zur Wahl von Studienschwerpunkten im anschließenden Hauptstudium. Schon öfter bereiteten die im Praxissemester geknüpften Kontakte den Berufseinstieg nach dem Diplom vor. Die Betriebe, die bisher Studenten und Studentinnen im Praxissemester beschäftigt haben - etwas über 30 an der Zahl -, gehören recht unterschiedlichen Branchen an. Hier wird bereits das weitgespannte Arbeitsfeld eines Physikingenieurs deutlich.

Hauptstudium DI

Im Hauptstudium (5. und 6. Semester) des DI-Studienganges erwerben Sie vertiefte Kenntnisse in Technischer Physik, in Meßwerterfassung und Meßwertverarbeitung sowie in einem ingenieurwissenschaftlichen Wahlpflichtfach.

Aus der Vielzahl der Meßverfahren werden in der Technischen Physik und in der Meßwerterfassung und -verarbeitung jeweils bestimmte Themen stellvertretend für ganze Gebiete herausgegriffen und eingehend behandelt. Der Schwerpunkt liegt dabei besonders auf der Erklärung des physikalischen Prinzips, das später auch auf Spezialgebiete angewandt werden kann.

Die Wahl des ingenieurwissenschaftlichen Wahlpflichtfaches richtet sich im Rahmen des Angebots unserer ingenieurwissenschaftlichen Fachbereiche nach Ihren Neigungen. Wir empfehlen "Konstruktionselemente", "Verfahrenstechnik" und "Werkstoffkunde".

Das Studium schließt mit der mündlichen Diplomprüfung in den oben genannten Fächern und der Anfertigung einer dreimonatigen Diplomarbeit aus einem Gebiet der Technischen Physik oder der Meßtechnik ab (7. Studiensemester). Es handelt sich um eine schriftliche Arbeit, in der Sie Ergebnisse eigener anwendungsbezogener Untersuchungen darstellen. Die Diplomarbeit kann entweder in einem Labor des Fachbereichs Physik oder in einem Entwicklungslabor der Industrie durchgeführt werden.

Hauptstudium DII

Im Hauptstudium des DII-Studienganges (5. bis 8. Studiensemester) werden den bisherigen Stoff erweiternde und vertiefende Veranstaltungen in Experimentalphysik und Theoretischer Physik angeboten. Darüber hinaus sollen Sie sich entsprechend Ihren persönlichen Interessen und beruflichen Vorstellungen einem experimentellen oder theoretischen Forschungsschwerpunkt unseres Fachbereichs intensiv zuwenden (Schwerpunktfach). Des weiteren müssen Sie ein (nicht physikalisches) Wahlpflichtfach wählen, das das Physikstudium sinnvoll ergänzt. Es kommen Mathematik, Informatik, eine andere Naturwissenschaft, Medizin oder eine Ingenieurwissenschaft in Frage.

Das Studium wird mit der Diplomprüfung abgeschlossen. Diese umfaßt je eine mündliche Prüfung in den Fächern Experimentalphysik, Theoretische Physik und Wahlpflichtfach (im Anschluß an das 8. Studiensemester) sowie eine zwölfmonatige Diplomarbeit (9. und 10. Studiensemester) mit anschließender mündlicher Prüfung im Schwerpunktfach.

Die Diplomarbeit ist zentraler Bestandteil der Ausbildung. Während dieser Zeit bearbeiten Sie unter Anleitung, jedoch aktiv und zunehmend selbständig, ein wissenschaftliches Teilproblem aus einem Forschungsprojekt. Sie lernen, Ihr Wissen auf die Lösung bisher nicht bearbeiteter Probleme anzuwenden. Die Diplomarbeit ist also in erster Linie Teil der Ausbildung, leitet aber gleichzeitig zur Berufstätigkeit über.

Lehramtsstudiengänge

An der Universität Duisburg-Essen können Sie Physik für alle Lehrämter studieren.


Da die Lehramtsstudiengänge derzeit völlig neu strukturiert werden, sind hier im Moment keine genauen Informationen vorhanden. In Kürze erscheint eine neue Studienordnung.



Brückenkurse
Der Fachbereich Physik der Universität Duisburg-Essen bietet für die Studienanfängerinnen und Studienanfänger des Faches Physik (Diplomstudiengänge, Lehramtsstudiengänge) im WS 2004/2005 einen Vorkurs Physik an. An dem Vorkurs können auch Studierende in den Studiengängen Mathematik, Chemie, Medizinische Biologie und Medizin teilnehmen1). Studierende anderer Fachrichtungen sind zugelassen, sofern die räumliche und personelle Ausstattung dies zuläßt.

Der Besuch dieses Vorkurses (als "Brückenkurs"), des parallel stattfindenden Vor-/Brückenkurses "Mathematik für Physiker" sowie des Brückenkurses "Englisch für Physiker" ist Pflicht für Studierende der Physik (Diplom II) ohne allgemeine oder einschlägige fachgebundene Hochschulreife (z.B. mit Fachoberschulabschluss). Der Brückenkurs "Englisch für Physiker" wird semesterbegleitend angeboten. Die Teilnahme an den Vor-/Brückenkursen "Physik" und "Mathematik" wird aber auch allen Abiturientinnen und Abiturienten zur Auffrischung ihrer Physik- und Mathematikkenntnisse dringend empfohlen (vgl. auch "Informationen zu den Mathematik-Brückenkursen").

Der Vorkurs wird als Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn abgehalten und hat einen Umfang von 80 Stunden, die je zur Hälfte auf den Vorlesungs- und den Übungsteil entfallen.

Weitere Informationen und Termine


Diplom-Studiengänge
Der Fachbereich Physik der Universität Duisburg-Essen bietet einen integrierten Studiengang Physik an mit zwei unterschiedlichen Abschlußmöglichkeiten:

  • Diplom-Physikingenieur/in (abgekürzt: Dipl.-Phys.Ing)
  • Diplom-Physiker/in (abgekürzt: Dipl.-Phys.).


Entsprechend den beiden unterschiedlichen Abschlußmöglichkeiten verzweigt sich der integrierte Studiengang Physik nach dem ersten Studienjahr in zwei Studiengänge:

  • einen stärker anwendungsorientierten Diplom I-Studiengang (abgekürzt: DI) und
  • einen stärker theoretisch-forschungsorientierten Diplom II-Studiengang (abgekürzt: DII).


Der DII-Studiengang entspricht dem Diplom-Studiengang Physik an den Universitäten und Technischen Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland. Der DI-Studiengang ist mit dem Studium der Physikalischen Technik vergleichbar, das an verschiedenen Fachhochschulen angeboten wird.

Über die Hälfte der Physikerinnen und Physiker und die meisten Physikingenieurinnen und Physikingenieure sind heute in der Industrie (Elektronik und Elektrotechnik, Chemische Industrie, Computerindustrie und Datenverarbeitung) beschäftigt, in erster Linie in den Bereichen Forschung und Entwicklung. Eine größere Zahl von Physikerinnen und Physikern arbeitet in der Forschung an Hochschulen und hochschulunabhängigen Forschungsinstituten (auch im internationalen Bereich). Durch ihre sehr vielseitige Ausbildung sind sie auch für die Übernahme von Aufgaben auf "physikfernen" Gebieten, wie z. B. Management, Banken, Unternehmensberatung und öffentliche Verwaltung qualifiziert. Entscheidend für einen reibungslosen Übergang in den Beruf ist ein sehr zügiges Absolvieren des Studiums und niedriges Lebensalter.

Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzung ist ein Zeugnis der Hochschulreife (allgemeine oder einschlägige fachgebundene Hochschulreife) oder ein Zeugnis der Fachhochschulreife. Studierende mit Fachhochschulreife erwerben die fachgebundene Hochschulreife, wenn sie die Diplom-Vorprüfung im DII-Studiengang bestanden und die erfolgreiche Teilnahme an drei Brückenkursen in Physik, Mathematik und Englisch nachgewiesen haben. Der Erwerb der fachgebundenen Hochschulreife ist Bedingung für die Zulassung zum Hauptstudium des DII-Studienganges.

Beginn des Studiums

Das Studium kann sowohl im Winter- als auch im Sommersemester begonnen werden.

Aufbau des Studiums, Studieninhalte und Prüfungen

Vor Beginn des Wintersemesters bieten die Fachbereiche Physik und Mathematik zwei parallel laufende, aufeinander abgestimmte Brückenkurse Physik und Mathematik von fünf Wochen Dauer an. Im Frühjahr gibt es ebenfalls einen Brückenkurs Mathematik; der Physik-Brückenkurs kann im Sommersemester semesterbegleitend besucht werden. Die Teilnahme an diesen Brückenkursen wird allen Studienanfängerinnen und Studienanfängern im integrierten Studiengang Physik dringend empfohlen.

Das Studium gliedert sich in Grund- und Hauptstudium. Das Grundstudium (1. bis 4. Studiensemester) umfaßt einführende Vorlesungen und Übungen in Grundlagen der Physik, Mathematik, Grundlagen der Meßtechnik (DI) bzw. Theoretische Physik (DII) und in einem Wahlpflichtfach, sowie ein zweisemestriges Physikalisches Praktikum. Als Wahlpflichtfach eignen sich Teilgebiete der Chemie, der Informatik sowie der Ingenieurwissenschaften. Das Grundstudium wird mit der Diplom-Vorprüfung abgeschlossen.

Nach bestandener Diplom-Vorprüfung absolvieren Studierende des DI-Studiengangs das Praktische Studiensemester (Praxissemester), das unter Betreuung des Fachbereichs in Betrieben und anderen Einrichtungen außerhalb der Hochschule durchgeführt wird. Im anschließenden Hauptstudium (6. und 7. Studiensemester) erwirbt der Studierende vertiefte Kenntnisse in Technischer Physik, in Digitaler Bild- und Signalverarbeitung sowie in einem ingenieurwissenschaftlichen Wahlpflichtfach.

Das Studium wird abgeschlossen mit der mündlichen Diplomprüfung im Anschluß an das 7. Studiensemester (in den Fächern Technische Physik, Digitaler Bild- und Signalverarbeitung und ingenieurwissenschaftliches Wahlpflichtfach) und einer viermonatigen Diplomarbeit aus dem Bereich der technischen Anwendungen der Physik.

Im Hauptstudium des DII-Studienganges (5. bis 8. Studiensemester) werden den bisherigen Stoff erweiternde und vertiefende Veranstaltungen in Experimentalphysik und Theoretischer Physik angeboten. Neben der Aneignung von Kenntnissen in einem breiten Spektrum physikalischer Gebiete sowie in einem Wahlpflichtfach ist der Studierende angehalten, nach Maßgabe der Forschungsschwerpunkte des Fachbereichs und entsprechend seinen persönlichen Interessen und beruflichen Vorstellungen, sich einem Gebiet der Physik besonders intensiv zuzuwenden (Physikalisches Schwerpunktfach).

Das Studium wird abgeschlossen mit der mündlichen Diplomprüfung und der Diplomarbeit (3 Monate Vorbereitung und 9 Monate Durchführung). Die Prüfungen in den Fächern Experimentalphysik, Theoretische Physik und Wahlpflichtfach sollen am Ende des 8. Studiensemesters abgeschlossen werden, die Prüfung im Physikalischen Schwerpunktfach kann vor oder nach Abgabe der Diplomarbeit bis Ende des 10. Studiensemesters abgelegt werden.

Während der ersten beiden Studiensemester ist ein Studienverlauf ohne Festlegung auf einen der beiden Studiengänge DI und DII möglich.

Die Differenzierung zwischen DI und DII beginnt im dritten Semester. Ein Übergang von einem Studiengang in den anderen ist grundsätzlich während des gesamten Studiums möglich, jedoch sind der mit dem Wechsel verbundene Mehraufwand und die daraus resultierende Verlängerung der Studienzeit um so größer, je später dieser Wechsel erfolgt.

Studienfachberater:

(Campus Duisburg)
Prof. Dr. Michael Farle
ME 347, Tel.: 0203 379-2075, Sprechstunde: n.V.

(Campus Essen)
Akad. Direktorin Dr. A. Reiners-Logothetidou
S03 R03 A22, Tel.: 0201 183-2479, Sprechst.: Do 10.30-12.30 und n. V.



Lehramts-Studiengänge
An der Universität Duisburg-Essen können Sie Physik für das Lehramt Sekundarstufe I (SI) und/oder Sekundarstufe II (SII), sowohl für allgemeinbildende als auch für berufsbildende Schulen studieren. Darüber hinaus beteiligt sich der Fachbereich Physik an der Ausbildung von Primarstufenlehrerinnen und -lehrern im Rahmen des Sachunterrichts, Lernbereich Naturwissenschaft und Technik.

Das Lehramtsstudium gliedert sich in ein dreisemestriges (SI) bzw. viersemestriges (SII) Grundstudium, das mit der Zwischenprüfung abgeschlossen wird, und in ein jeweils ebensolanges Hauptstudium.

Die Ausbildung setzt sich zusammen aus fachwissenschaftlichen Anteilen (z.B. "Grundlagen der Physik", "Theoretische Physik" (nur SII), Physikalische Praktika, spezielle Gebiete der Physik im Hauptstudium) und fachdidaktischen Anteilen (z.B. "Einführung in die Didaktik der Physik", "Planung von Leistungskursen in der Sekundarstufe II mit Experimenten").

Für das Unterrichtsfach Physik sind Mathematikkenntnisse über das übliche Schulwissen hinaus erforderlich. Für Studenten oder Studentinnen, die nicht gleichzeitig auch Mathematik als Unterrichtsfach studieren, bietet unser Fachbereich einen Spezialkurs "Mathematische Methoden der Physik" an, in dem Sie die notwendigen Kenntnisse erwerben können.

Die Zwischenprüfung besteht aus einer mündlichen Prüfung in "Grundlagen der Physik" (SI) bzw. aus je einer mündlichen Prüfung in "Grundlagen der Physik" und "Theoretischer Physik" (SII). Nach dem 6. bzw. 8. Semester können Sie die Erste Staatsprüfung ablegen. Diese richtet sich nach der "Ordnung der Ersten Staatsprüfungen für Lehrämter an Schulen", die der Kultusminister erläßt und die für alle Hochschulen Nordrhein-Westfalens gilt.

Wer das Lehramt für die Sekundarstufe II in Physik anstrebt, kann mit relativ geringem Aufwand, nämlich durch die Teilnahme an zusätzlichen auf das Lehramt für die Sekundarstufe I bezogenen fachdidaktischen Lehrveranstaltungen, auch die Lehrbefähigung für die Sekundarstufe I erwerben.

Physik für das Lehramt läßt sich mit einer ganzen Reihe von anderen Fächern kombinieren. Im Gegensatz zu früher, als "Physik/Mathematik" die häufigste Fächerkombination darstellte, werden heute sehr unterschiedliche Fächerkombinationen gewählt. Es sei jedoch betont, daß "Physik/ Mathematik" immer noch die sachlich sinnvollste Kombination darstellt.


Studienfachberater:

(Campus Essen)
AR z.A. Thomas Kersting
T03 R06 D06, Tel.: 0201 183-4593, Sprechst.: Do 10.30-12.30 und n. V.



Bachelor/Master-Studiengänge
Hier erscheinen in Kürze Informationen über die neuen Bachelor/Master Studiengänge des Fachbereich Physik.


Studienberatung
Dekanatssekretariat Essen
Ute Kreimann
Margarete Gembalzyk
Raum S03 S03 A26 bzw. S03 S03 A29
Universitätsstr. 5
45114 Essen
Tel: 0201 183-2481
und 0201 183-2482
Fax:- 2120
Email: dekanat.physik@uni-essen.de
Öffnungszeiten: 9:00 bis 15:30

Geschäftsführung des Fachbereichs Physik
Dr. Anastasia Reiners-Logothetidou

Fachschaft (Campus Duisburg)
Raum MC 126
Lotharstr. 1
47048 Duisburg
Tel: 0203 379-2191
Email: fsr@eddy.uni-duisburg.de

Fachschaft (Campus Essen)
Raum S05 T-1 B21
Universitätsstr. 5
45114 Essen
Tel: 0201 183 2483
Email: fachschaft@einstein.fs.physik.uni-essen.de



Warum in Duisburg/Essen Physik studieren?
Für den Studiengang des Diplom-Physikers gibt es in den Anfangssemestern keine in den Studieninhalten begründeten Kriterien für die Wahl des Studienortes. Der Aufbau des Studiums, der zum Diplom-Physiker führt, ist in seiner Anfangsphase, dem sog. "Grundstudium" (1.-4. Semester), innerhalb einer geringen Bandbreite überall gleich, im Norden und im Süden der Bundesrepublik, an "altehrwürdigen" Universitäten oder "modernen Neugründungen". Die Zeugnisse der Diplom-Vorprüfung, mit der das Grundstudium abgeschlossen wird, werden überall anerkannt, so daß ein Wechsel nach dem Grundstudium keine Schwierigkeiten bereitet.

Eine wichtige Entscheidung trifft der fortgeschrittene Student, der die Diplom-Vorprüfung glücklich hinter sich gebracht hat. Jetzt lautet die zentrale Frage: Auf welchem Spezialgebiet der Physik möchte ich vertiefte Kenntnisse erwerben? Oder mit anderen Worten: Auf welchem Spezialgebiet der Physik möchte ich meine Diplomarbeit schreiben, vielleicht sogar später promovieren? Zwar ist es gerade der Stolz der Physiker, daß ihre Ausbildung durch große Breite mit besonderer Betonung des methodischen Instrumentariums gekennzeichnet ist; dadurch können sie sich schnell in neue Gebiete einarbeiten und gelten als sehr vielseitig. Dennoch ist die Entscheidung für ein Spezialgebiet eine wichtige Weichenstellung für die spätere berufliche Entwicklung, die sorgfältig überlegt werden muß. Keine Hochschule, auch die größte nicht, bietet alle Möglichkeiten an. Deshalb sollte nach dem Grundstudium ein Hochschulwechsel ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Die wichtigsten Entscheidungskriterien für die Wahl der Hochschule sollten sein: Was möchte ich tun, welches Gebiet der Physik reizt mich besonders? In welchen Hochschulen gibt es Forschungsgruppen, die auf diesem Gebiet arbeiten (und einen besonders guten Namen haben)? Der fortgeschrittene Student, der sich mit diesen Fragen beschäftigt, sollte deshalb Kapitel IV dieser Broschüre besonders aufmerksam lesen. Dort findet er die Informationen, die ihm bei seiner Entscheidung behilflich sein können.

Was zeichnet nun die Universität Duisburg-Essen gegenüber anderen Hochschulen aus?

  • Sie können mit dem Studium der Physik beginnen, auch wenn Sie "nur" die Fachhochschulreife, aber kein Abitur, besitzen. Wenn Sie dann die Diplom-Vorprüfung im Diplom-II-Studiengang bestanden und die vorgeschriebenen "Brückenkurse" absolviert haben, erwerben Sie die einschlägige fachgebundene Hochschulreife und können Ihr Studium im Diplom-Studiengang oder in den Lehramtsstudiengängen an jeder beliebigen Universität in Deutschland fortsetzen.
  • Die Universität Duisburg-Essen bietet einen integrierten Studiengang an mit zwei Studienabschlüssen:
    dem Abschluß Diplom-Physikingenieur(in) nach einem siebensemestrigen Studium an der Hochschule und einem Praxissemester, in der Regel in der Industrie, oder dem Abschluß Diplom-Physiker(in) nach einem zehnsemestrigen Studium.
Das kürzere Studium (sog. "Diplom I-(DI)-Studiengang") ist mehr anwendungsorientiert; es stellt eine Alternative zum Studiengang "Physikalische Technik" an Fachhochschulen dar. Das längere Studium ("Diplom II-(DII)-Studiengang") ist das "klassische" Physikstudium, wie es auch an "alten" Universitäten angeboten wird. Es ist stärker grundlagenorientiert. Bei Studienbeginn müssen Sie noch nicht wissen, was für Sie der geeignetste Weg ist. Sie haben ein Jahr Zeit, um zu prüfen, was Ihnen am meisten liegt. Denn im ersten Jahr ist das Studium weitgehend gemeinsam; im zweiten Jahr differenziert es sich und im Hauptstudium handelt es sich um zwei eigenständige Studiengänge. Falls Sie erst nach einigen Semestern feststellen, daß Sie die falsche Entscheidung getroffen haben, ist auch dies keine Katastrophe. Sie können auch später "wechseln", allerdings kostet es dann Zeit, weil Sie bestimmte Veranstaltungen nachholen müssen, natürlich um so mehr, je später die Entscheidung zum Wechsel fällt. Man sollte jedoch auf keinen Fall die Vorteile von zwei (Diplom-)Studiengängen "unter einem Dach" unterschätzen. Mancher Student ist so von einem vorzeitigen Abbruch des Studiums verschont geblieben.

  • Der Physikfachbereich der Universität Duisburg-Essen ist ein eher kleiner, überschaubarer Fachbereich: ca. 140 Wissenschaftler, darunter 34 Professoren, ca. 60 nichtwissenschaftliche Mitarbeiter und - zur Zeit - ca. 550 Studenten. Das bietet große Vorteile:

  • Kein anonymer Massenbetrieb: Lehrende und Lernende kennen sich nach einiger Zeit von Ansehen und mit Namen. Professoren und Mitarbeiter thronen nicht irgendwo in den Wolken, sondern sind für Sie jederzeit ansprechbar und bereit zu helfen.

  • Auch und gerade für fortgeschrittene Studenten hat dies sehr positive Seiten. Sie können schon bald nach der Diplom-Vorprüfung nähere Kontakte zu einer Forschungsgruppe knüpfen und sich dort allmählich in ein Spezialgebiet einarbeiten. Wartelisten für Diplomarbeiten gibt es hier natürlich nicht und auch sonst nichts, was Sie daran hindern könnte, Ihr Studium in der sog. "Regelstudienzeit" abzuschließen.

  • Der individuelle Betrieb ist auch den Kontakten unter den Studenten förderlich. Sie finden sicher jemanden, mit dem Sie zusammenarbeiten können, was sehr wichtig ist. Denn Physik heißt "teamwork", je früher man damit beginnt, desto besser.

  • Beide Standorte der Universität Duisburg-Essen sind keine Betonwüsten, und nahe an der jeweiligen City gelegen. Alles liegt dicht beisammen: Haben Sie Lust, zwischen zwei Physikvorlesungen eine Veranstaltung über Wissenschaftstheorie zu besuchen oder den literarischen Ausführungen eines "poet in residence" zu lauschen? Kein Problem, Sie brauchen nicht an das andere Ende der Stadt zu fahren, sondern nur über den Hof zu gehen.

  • Sowohl Duisburg und auch Essen sind sicher kein "schnuckeligen, traditionsreichen Universitätsstädtchen", dafür aber Metropolen im Herzen des Ruhrgebiets mit hervorragenden Verkehrsverbindungen nach allen Seiten: Das riesige kulturelle Angebot zwischen Düsseldorf und Dortmund steht Ihnen in angemessener Zeit zur Verfügung. Auch die Wohnsituation ist sehr "entspannt", nicht zu vergleichen mit Orten mit Mammutuniversitäten, und die Preise halten sich in Grenzen.


Aktuelles Vorlesungsverzeichnis
Das aktuelle Vorlesungsverzeichnis finden Sie hier.


Forschungsthemen des Fachbereich Physik
Über aktuelle Forschungsthemen des Fachbereich Physik der Universität Duisburg-Essen können Sie sich hier informieren.


Interdisziplinäre Aktivitäten
Das Spektrum der Forschung im Fachbereich Physik der Universität Duisburg-Essen ist sehr breit. Interdisziplinäre Forschungsarbeiten haben dabei einen besonderen Stellenwert. Physiker der Universität Duisburg-Essen kooperieren im Rahmen von vier Sonderforschungsbereichen nicht nur eng mit Physikern der Universitäten Bochum, Köln, Düsseldorf und Warschau, sondern arbeiten an den Campi in Essen und Duisburg insbesondere eng mit Arbeitsgruppen der Chemie und der Ingenieurwissenschaften zusammen. Dies hat nicht nur interessante Forschung zur Folge, sondern bedeutet auch, dass Studierende der Physik im Rahmen ihrer Diplom-Arbeit die Möglichkeit haben, ihr Spektrum der Ausbildung zusätzlich zu erweitern.


Technische Infrastruktur
Der Fachbereich Physik der Universität Duisburg-Essen verfügt über eine sehr gute technische Ausstattung. Modernste Apparaturen und Geräte zur Präparation, Analyse, Spektroskopie und Mikroskopie stehen für Forschungsarbeiten unterschiedlichster Ausrichtung zur Verfügung. Dazu zählen: Femtosekundenlaser, UV-Laser, Nanostrukturierungstechniken in voll ausgestatteten Reinraumlabors, Elektronenmikroskope incl. Höchstauflösung und Analytik, Tunnel- und Kraftmikroskope, Beschichtungstechniken aller Art, um nur einige zu nennen. Besuchen Sie uns doch einfach; gerne führen wir Sie durch unsere Labors und vermitteln Ihnen einen Einblick in aktuelle Forschung.


Internationale Kontakte und Kooperationen
Es besteht eine Vielzahl von Kooperationen mit Forschungsinstituten und Universitäten im In- und Ausland. Wissenschaftler kommen aus der ganzen Welt nach Duisburg und Essen, um sich hier an Forschungsarbeiten zu beteiligen. Umgekehrt sind Forscher aus Essen und Duisburg gern gesehene Gäste in der ganzen Welt, als Gast-Professoren, Gast-Wissenschaftler oder als Austauschstudenten. Der Fachbereich Physik begrüßt und unterstützt insbesondere Aktivitäten von Studierenden, die ein Auslandssemester absolvieren möchten, und vermittelt auch längerfristige Forschungsaufenthalte junger Wissenschaftler nach dem Physik-Diplom und während bzw. nach der Promotion.


Letzte Änderung: 18.08.2004 - Impressum - Kontakt: webmaster@physik.uni-duisburg-essen.de